Um den Rollwagenverkehr originalgetreu darstellen zu können, wählte ich den Maßstab 1:45, die Baugröße 0. In diesem Maßstab ist es möglich, die Wagen wie beim Vorbild mit Schraubenkupplungen oder Stangen zu kuppeln. Auch im Modell werden die aufgebockten Güterwagen mit Keilen gegen ein Losrollen festgesetzt.

In ungezählten Arbeitsstunden entstand zuerst eine typische Güterzuglok der Iserlohner Kreisbahn, von denen AEG zwischen 1922 und 1926 sechs Loks lieferte. Als Baumaterial des Gehäuses und der Drehgestellblenden verwendete ich vorwiegend Kunststoff. Das Chassis besteht aus Messing. Das Vorbild ist die Lok 6. Im Jahr 2005 gesellte sich die Lok 1 hinzu.

Auf die vier Rollwagen (Spurweite 1.000 mm), die aus Messing-Profilen zusammengelötet sind, können vorbildgerecht die normalspurigen Güterwagen verladen werden, die zuvor mittels der normalspurigen Kasten-Rangierlok der Iserlohner Kreisbahn von der DB übernommen wurden.

Für grössere Version - Bitte hier klickenWie das Vorbild entstand auch dieses Rangierlok-Modell als Eigenbau. Die Westfälischen Kleinbahnen hatten damals jedoch den Vorteil, für den Bau ihres Fahrzeuges ein ausgedientes Straßenbahnfahrgestell als Fahrwerk verwenden zu können. Im Modell wurde auch dieses aus einzelnen Kunststoffteilen erstellt.

Bei den regelspurigen Güterwagen konnte auf handelsübliche Modelle und Bausätze zurückgegriffen werden; allerdings habe ich sie noch verfeinert.

Zum Verladen der Güterwagen baute ich eine Rollwagen-Anlage in Anlehnung an den Übergabebahnhof Westig, der allerdings aufgrund der Größe des Vorbildes kürzer und mit weniger Gleisen gebaut werden musste.

Für grössere Version - Bitte hier klickenFür grössere Version - Bitte hier klickenDie Firma Schulte & Co. ist einer der zahlreichen im Ihmerter Tal und Nettetal ansässigen Drahtfabriken nachempfunden, bei denen das Anschlussgleis in die Werkhalle führt. Ein weiterer metallverarbeitender Betrieb wird durch einen im Fabrikhof liegenden Gleisanschluss bedient. Die Be- und Entladung der Güter erfolgt mit einem Portalkran. Die beiden Fabriken haben zwar kein konkretes Vorbild, spiegeln jedoch die Industriearchitektur des Sauerlandes wieder.

Zur besseren Abwicklung des Rangierverkehrs auf der Strecke wurde eine Ausweiche erstellt (Modellbau Stefan Trost). Das Vorbild ist in Ihmert zu finden. Einzig die Fundamente der Oberleitungsmasten sind von dem Vorbild dieser Ausweiche bis heute erhalten geblieben.

Mit dem Übergabebahnhof sowie zwei Fabrikanschlüssen und der Ausweiche wird der Güterbetrieb dem großen, seit fast 40 Jahren verschwundenen, Vorbild nachempfunden.

Die aus einzelnen Modulen bestehende Anlage wurde inzwischen durch eine typische Häuserzeile erweitert. Die Vorbilder dieser Häuser sind entlang der Hauptstraße in Hemer und Westig zu finden. Die Fassaden der Modelle mit Stuck, Fensterrahmen, Türen und Schaufensterdekorationen wurden ebenfalls aus Holz, Kunststoff und Pappe vollständig selbst gebaut. Die zahlreichen Details werden hier auch den nicht so sehr eisenbahntechnisch interessierten Besucher erfreuen.

Für grössere Version - Bitte hier klickenEin weiteres Modul hat ein bekanntes Vorbild. Der ehemalige Gasthof "Holländer" in Altena steht auch heute noch sozusagen mitten auf der Straße. Die Straßenbahn wurde hier einseitig vorbei geführt.

Da bis auf einen Rollwagen, der über die 1983 stillgelegte Hohenlimburger Kleinbahn zur Märkischen Museumseisenbahn nach Plettenberg-Hüinghausen gelangte, kein Fahrzeug der Iserlohner Kreisbahn mehr existiert, lebt so ein Stück der Kleinbahngeschichte wieder auf.

Inzwischen wage ich auch einen Blick über den Modell-Gartenzaun und zwar zur Plettenberger Kleinbahn. Ein Messingmodell der für diese Bahn typischen Kastendampflok unterstützt die Dicke Berta der Iserlohner Kreisbahn bei der Zustellung der Güterwagen. Beim Vorbild hat es zwar keine Verbindung der Gleisnetze sowie auch keinen zeitweiligen Austausch von Fahrzeugen gegeben. Da mir aber die Geschichte der Iserlohner Kreisbahn und auch der benachbarten Kleinbahnen im Sauerland am Herzen liegt, sei mir der Einsatz beider Fahrzeuge nebeneinander verziehen, zumal auch zahlreiche Fabriken im Plettenberger Stadtgebiet über ähnliche beengte Gleisanschlüsse verfügten wie bei der Iserlohner Kreisbahn.