FAHRZEUGE DER ERSTAUSSTATTUNG

Triebwagen 4
Der Triebwagen 4 entstammt einer Serie von 4 Fahrzeugen (Betriebsnummern 1 - 4), die die Fa. O.L. Kummer & Co., Niedersedlitz bei Dresden im Jahr 1900 geliefert hat. Der erste Einsatz erfolgte auf der Strecke Hohenlimburg - Hagen Stadtgrenze, die am 05.08.1900 in Betrieb ging. Nachdem diese Strecke am 01.05.1912 von der Hagener Straßenbahn AG übernommen wurde, verkehrten die Triebwagen auf der Linie Hohenlimburg - Hemer. Die vierachsigen Triebwagen hatten 2 Motoren und Maximumdrehgestelle. Anfänglich besaßen die Fahrzeuge Rollenstromabnehmer.
 Die Fahrzeuge erlitten ganz unterschiedliche Schicksale:
 Triebwagen 1 wurde 1926 zum Beiwagen 92 umgebaut, der sein ursprüngliches Aussehen verlor, da er 1950 noch mit einem neuen Aufbau versehen wurde. Die Verschrottung erfolgte erst im Jahr 1967.
 Der Triebwagen 2 wurde nach Inbetriebnahme der zweiachsigen Neubaufahrzeuge im Jahr 1924 abgestellt und 1926 verschrottet.
 Triebwagen 3 verunglückte am 17.06.1924 auf abschüssiger Strecke in der Düsingstraße in Iserlohn-Grüne.
 Der im Modell gezeigte Wagen 4 wurde 1926 zum Beiwagen 93 umgebaut und 1957 verschrottet. In den Anfangsjahren waren, wie im Modell gezeigt, die Seitenwandfenster ungeteilt, später wurden diese Fenster aus Stabilitätsgründen mit einem senkrechten Holm versehen, wie auf dem Foto des Bw 93 zu sehen ist.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg

Beiwagen 93
Der Beiwagen 93 entstand durch einen Umbau. Als die Westfälischen Kleinbahnen im Jahr 1925 die Triebwagen 17 - 28 anschafften, war der Triebwagen 4 entbehrlich und wurde 1926 mit dem Triebwagen 1 zusammen in der eigenen Werkstatt zu Beiwagen umgebaut.
Aus Stabilitätsgründen wurden die Fenster der Längsseiten mit senkrechten Holmen unterteilt, wie es das Modell wiedergibt. Der Beiwagen wurde 1957 verschrottet.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz

Triebwagen 18
Der Triebwagen 18 gehörte, wie auch die Triebwagen 1 - 4, zur Erstausstattung. In den Jahren 1900 bis 1901 wurden 20 zweiachsige Fahrzeuge von der Aktiengesellschaft Elektrizitätswerke vorm. O.L. Kummer & Co., Niedersedlitz bei Dresden geliefert. Es gab Wagen mit 4 oder 6 Seitenfenstern. Auch die Dachpartie der einzelnen Fahrzeuge war unterschiedlich ausgeführt, bei einigen Triebwagen war das Laternendach bis zu den Stirnfronten durchgezogen. Bemerkenswert ist, dass diese Triebwagen schon über geschlossene Plattformen verfügten. Zur Farbgebung gibt es unterschiedliche Angaben, für das Modell wurde die später gebräuchliche in hellgelb mit grünen Absetzstreifen gewählt.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg

Beiwagen 85
Der Beiwagen 85 hat wechselvolle Geschichte. Er gehörte zu den 20 zweiachsigen Triebwagen der Erstausstattung und wurde 1901 von der Firma Kummer gebaut. Als 1925 die neuen Triebwagen 17 - 28 von der Firma Busch in Bautzen geliefert wurden, wurden 11 vorhandene Triebwagen zu Beiwagen umgebaut und erhielten die Nummern 81 - 91.
Da die ursprünglichen Triebwagen mehreren Bauserien entstammten, hatten sie eine  unterschiedliche Einteilung der Seitenfenster. Für das Modell wurde die Ausführung mit 6 Fenstern gewählt.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg

Arbeitstriebwagen 76
Der Arbeitstriebwagen 76 wurde im Jahr 1900 zusammen mit drei weiteren zweiachsigen Triebwagen von der Firma Aktiengesellschaft Elektrizitätswerke vorm. O.L. Kummer & Co., Niedersedlitz in Dresden hergestellt. Als im Jahr 1925 eine Serie von 12 Triebwagen, erbaut von der Waggonfabrik W.C.F. Busch, Bautzen, neu in Dienst gestellt wurde, wurden bis auf den Triebwagen 18 alle anderen Fahrzeuge zu Beiwagen umgebaut. Dieser wurde zum Arbeitstriebwagen hergerichtet.
Die Personentriebwagen wurden mit der Zeit von Rollenstromabnehmern auf Lyrabügel umgebaut. Als einziger Triebwagen erhielt der Arbeitswagen 76 einen Scherenstromabnehmer; 1950 wurde er verschrottet.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg

RWE-TRIEBWAGEN

Triebwagen 64
Der Triebwagen 64 wurde von der Firma Düsseldorfer Eisenbahnbedarf vorm. Carl Weyer & Co. geliefert. Im Volksmund hießen die Triebwagen 64, 65 und 66 Niederhemerwagen, da sie vornehmlich auf dem Streckenstück Westig - Niederhemer - Höcklingsen im Einsatz waren. Sie waren anlässlich der Betriebseröffnung der Strecke Hemer Amt nach Niederhemer am 03.08.1911 bzw. nach Höcklingsen am 18.05.1912 in Dienst gestellt worden.
Das Fahrzeug war bei Ablieferung mit einem Rollenstromabnehmer ausgerüstet; später erfolgte die Stromabnahme mit 2 Lyrabügeln. Der Wagen 64 wurde 1956 ausgemustert.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg


Triebwagen 65
Der Triebwagen 65 ist eine Variante des Niederhemerwagens. Er hat ein anderes Fahrgestell, sowie 2 gegenläufige Lyrabügel für die Stromabnahme. Dieser Umbau wurde bei der Umstellung von Rollen- auf Bügelstromabnehmer ab 1922 vorgenommen. Gleichzeitig wurden auch die Frontpartien den neuen, von Schöndorff und Busch gelieferten, Triebwagen angeglichen.
Eine weitere Besonderheit war der Einsatz dieser Triebwagen im Güterzugdienst auf der Strecke Westig - Ihmert - Altena. Mit jeweils einem Güterwagen behängt wurden von Westig aus Güterwagen im Nettetal zugestellt. Dieser Verkehr wurde am 04.03.1927 eingestellt. Die Wagenzustellung wurde ab diesem Zeitpunkt nach Fertigstellung der Lennebrücke vom Reichsbahn-Bahnhof Altena aus vorgenommen.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg

Triebwagen 9
Der Triebwagen 9 der Iserlohner Kreisbahn entstammt einer Lieferserie von 24 Fahrzeugen, die die Westfälischen Kleinbahnen AG in den Jahren 1922 bis 1925 in Betrieb nahmen. Die Triebwagen 5 bis 10 baute die Waggonfabrik Gebrüder Schöndorff in Düsseldorf (heute DUEWAG / Siemens Verkehrstechnik). Es handelte sich um zweiachsige Zweirichtungsfahzeuge, die vornehmlich auf den Strecken Westig-Drehscheibe - Niederhemer, Hemer-Amt - Deilinghofen sowie Altena - Dahle im Einsatz waren.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg


Triebwagen 14
Der Triebwagen 14 entstammt der selben Serie wie der Triebwagen 9. Jedoch wurde dieser 1922 von der Waggon- und Maschinenfabrik Busch gebaut.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz


GEBRAUCHT BESCHAFFTE FAHRZEUGE

Triebwagen 30
1950 wurden von der gerade still gelegten Wetzikon - Meilen Bahn in der Nähe von Zürich in der Schweiz zwei vierachsige Triebwagen gekauft. Diese Fahrzeuge der Bauart CFe 4/4 mit den Betriebsnummern 2 und 3 waren im Jahr 1908 bei der Schweizerischen Industriegesellschaft in Neuhausen am Rheinfall gebaut worden. Bei der Iserlohner Kreisbahn erhielten sie die Nummern 30 (ex. CFe 4/4 3) und 31 (ex. CFe 4/4 2).
Beide Wetzikoner Triebwagen waren in der Regel auf der Strecke Westig - Ihmert im Einsatz. Für diese gebirgige Strecke waren die Wagen bestens geeignet, da sie zusätzlich zu den zwei bei der Iserlohner Kreisbahn gebräuchlichen Brems- systemen Hand- und Motorbremse noch über eine Druckluftbremse verfügten. Das Fehlen dieses dritten unabhängigen Bremssystems bei den übrigen Triebfahrzeugen war der entscheidende Grund, den Personenverkehr am 31.12.1959 einzustellen, da sich die gesetzlichen Vorgaben zu diesem Zeitpunkt verschärft hatten.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg

Triebwagen 35
Gebrauchte Beiwagen für den Personenverkehr gehörten schon immer zur Standardausrüstung des Fahrzeugparkes. 1950 wurden in der Schweiz gebrauchte Triebwagen übernommen. Bei der Straßenbahn St. Gallen wurden zu dieser Zeit die städtischen Linien eingestellt. Es wurden die zweiachsigen Triebwagen 23, 24, 27 und 28 übernommen, sie erhielten bei der Iserlohner Kreisbahn die Ordnungsnummern 32 - 35. Die Fahrzeuge wurden 1908 von der Schweizerischen Indusdriegesellschaft (SIG) in Neuhausen am Rheinfall gebaut. Mit Einstellung des Betriebes in Altena sowie Grüne - Nachrodt und Hemer - Ihmert benötigte man die Fahrzeuge nicht mehr und verschrottete sie 1956 bzw. 1957.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Manfred Otten, Hennef/Sieg

Beiwagen 98
Der Beiwagen 98 gelangte 1953 mit einem baugleichen Wagen (Betriebsnummer 99) von den Stadtwerken Wuppertal zur Iserlohner Kreisbahn.
Die Bergischen Kleinbahnen beschafften bei der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (elektrische Ausrüstung: Siemens-Schuckert-Werke AG, Berlin-Nürnberg) im Jahr 1925 10 vierachsige Trieb- sowie 6 passende Beiwagen. Die Triebwagen erhielten die Betriebsnummern 151 bis 160, die Beiwagen die Nummern 394 bis 399. Nachdem die Bahnen im Tal der Wupper nach der Gründung der Stadt Wuppertal 1929 zu den „Wuppertaler Bahnen“ vereinigt wurden, brachten auch die Bergischen Kleinbahnen die relativ neuen MAN Wagen mit ein.
Da die Nachfolgegesellschaft Stadtwerke Wuppertal das Meterspurnetz ab 1950 nach und nach still legte, wurden diese obsolet. Beide Beiwagen waren bis zur Betriebseinstellung am 31.12.1959 im Einsatz.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Helmut Becker, Sprockhövel

LOKOMOTIVEN

Lok 1
Die Lokomotive 1 wurde, wie ihre Schwesterlok 2, 1913 von der AEG gebaut. Beschafft wurden diese beiden Fahrzeuge für den Betriebshof Westig, um den beginnenden Güterverkehr im Ihmerter Tal zu bewältigen.
Mit 4 x 39 KW Leitung und nur 27 t Gewicht waren sie wesentlich schwächer als die ab 1922 ebenfalls von der AEG beschafften Elloks, welche dann im Volksmund den Namen „Dicke Berta“ erhielten. Bereits 1961 wurden diese beiden Fahrzeuge still gelegt.

Maßstab: 1:45

Modellbau: Klaus Kampelmann

Lok 4, 5 und 6
Diese drei Lokomotiven entstammen einer Serie von sechs Fahrzeugen, die in den Jahren 1922 bis 1926 von der AEG gebaut wurden. Im Volksmund wurden diese 40 t schweren Loks "Dicke Berta" genannt.

Die Lok 4 wurde 1922 gebaut und war vorwiegend auf dem Altenaer Netz im Einsatz. Nach Betriebseinstellung wurde sie verschrottet. Bei uns lebt die Lokomotive 4 jedoch weiter; lesen Sie dazu den Baubericht von Klaus Storch.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Klaus Stroch


Die Lok 5 wurde zusammen mit Lokomotive 4 1922 von der AEG geliefert. Diese Fahrzeuge waren 40t schwer und verfügten über eine Leistung von 4 x 86 KW.

Maßstab: 1:87

Hersteller: Malutram


Die Lok 6 entstammt der gleichen Serie wie die Lokomotiven 4 und 5. Sie wurde ebenfalls bei AEG 1924 gebaut und 1964 verkauft.

Maßstab: 1:45

Modellbau: Klaus Kampelmann

Lok 10
Die Ellok 10 wurde 1927 durch die Iserlohner Güterbahn GmbH beschafft. Gebaut wurde sie von der Lokomotivfabrik Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Siegen; die elektrische Ausrüstung erhielt sie von der Firma Brown Boveri & Cie AG, Mannheim (BBC). Sie war mit 4 Motoren zu je 65 KW ausgerüstet und wog 50 t.
Der Betriebshof und die Umsetzanlage der Iserlohner Güterbahn befanden sich im Iserlohner Stadtteil Dröscheder Feld, von wo aus die Lokomotive 10 eingesetzt wurde. 1929 übernahmen die Westfälischen Kleinbahnen die Iserlohner Güterbahn, so dass die Lokomotive dann freizügig von den Umsetzanlagen Grüne und Westig aus eingesetzt wurde. Der Gütertransport vom Dröscheder Feld nach Iserlohner Heide wurde am 30.04.1950 aufgegeben. Bis zur Betriebseinstellung in Westig am 24.01.1964 war die Lokomotive dort stationiert.

Die Drehgestelle und Motoren des Modells stammen von LGB. Der Aufbau wurde nach Fotovorlagen in Kunststoffbauweise gefertigt. Die Lokomotive erhielt die graue Lackierung wie sie bei de Fahrzeugen der Iserlohner Güterbahn üblich war.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz

Lok 11
Die Ellok 11 wurde 1929 von der Iserlohner Güterbahn GmbH beschafft. Sie wurde, wie die Lokomotive 10, von der Firma Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal bei Siegen beschafft. Die zweiachsige Maschine war mit 2 Motoren von jeweils 65 KW ausgerüstet und wog 30 t. Die Motoren lieferte die Firma Brown Boverie & Cie AG München (BBC). Außer im Betriebshof Dröscheder Feld wurde sie auch von Grüne aus eingesetzt. Die Abstellung und anschließende Verschrottung erfolgte 1961.
Motor und Fahrwerk des Modells stammen von LGB. Der Aufbau wurde nach Fotografien modellmäßig hergestellt. Als Material wurde überwiegend Kunststoff verwendet.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz

NORMALSPURLOKOMOTIVEN

Lok 15
Die Ellok 15 entstand als Eigenbau der Westfälischen Kleinbahnen. Für den Verschiebebetrieb auf den Normalspurgleisen der Übergabebahnhöfe wurden anfänglich 3 normalspurige Elloks benötigt. Interessanterweise hatte die Kleinbahn „ihre“ Normalspurgleise gleich mit elektrifiziert, so dass keine andere Antriebstechnik (Dampf, Diesel) zum Zuge kam. Diese Lokomotiven wurden von der Kleinbahn selbst aus vorhandenen Fahrgestellen abgestellter Triebwagen gebaut; die elektrische Ausrüstung wurde von AEG geliefert.
Das 1925 erbaute Vehikel war 13,5 t schwer und hatte eine Leistung von 2 x 53 KW.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz

Lok 18
Die Geschichte der Lok 18 ist ein wenig wechselvoller: Beschafft wurde das Fahrzeug 1927 als Akku-Lok für die Iserlohner Güterbahn. Im Jahre 1944 erfolgte der Umbau auf Fahrleitungsbetrieb; 1962 wurde das Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen.

Maßstab: 1:45

Modellbau: Klaus Kampelmann


WAGEN

Beiwagen zum Arbeitstriebwagen 76
Diese Lore entstand als Eigenbau der Westfälischen Kleinbahnen auf dem Fahrwerk eines ausrangierten Triebwagen der Erstausstattung.

Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz


STRASSENFAHRZEUGE

Krupp-Bus mit Anhänger
Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz


Büssing 6000 T
Schon früh, in den 1920er Jahren, eröffneten die Westfälischen Kleinbahnen Buslinien, um Gebiete abseits der Strecken für den Personenverkehr zu erschließen.
Dieses Modell zeigt einen Büssing 6000 T, wie er 1953 von der Iserlohner Kreisbahn in Dienst gestellt wurde. Das Fahrzeug leistete 130 PS und verfügte über 34 Sitzplätze.

Maßstab: 1:87

Hersteller: Brekina (Sondermodell zum 30 jährigen Jubiläum der Märkischen Verkehrsgesellschaft)

Turm-LKW
Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz


LKW
Maßstab: 1:22,5

Modellbau: Karl-Heinz Giertz